Kompetenzen und Werkzeuge

Wege zu Solutions: Systematik - Methoden - Instrumente

Machbarkeit und Potential

Potentialanalyse

Die Potentialanalyse dient dazu, das realistische Entwicklungspotential eines Standorts, einer Region oder auch eines Unternehmens oder einer Geschäftsidee systematisch zu ermitteln. Hierzu stehen folgende Analysewerkzeuge zur Verfügung:

  • Strukturierung: Gegenstand, Ziel, Weg, inkrementelle Umsetzungs-Roadmap

  • Status-Quo-Ermittlung

  • Umfeldanalyse: Branche, Nachbarn, Wettbewerb

  • Trendanalyse

  • Marktuntersuchung: Angebot, Nachfrage, Produkte, Preise, Player

  • Erhebungen

  • Stakeholder- und Expertenbefragung

  • Best Practice Identifikation und Eignungsbewertung

  • SWOT-Analyse

  • Konstellationsanalyse

  • Produkt-Markt-Checks

  • Profil-Matching - Spider-Diagramme

  • Scoring-Verfahren

  • Kosten-Nutzwert-Analyse

  • Techno-Ökonomische Simulation

  • Risikoanalyse

  • Strategieformulierung

  • strukturierter Maßnahmenplan - Roadmap

Projektmanagement

Investions- und F&E-Projekte

Wirksames Projektmanagement sorgt für die laufende Überwachung von Soll-Ist-Abweichungen und hilft, das Ganze, d.h. die Erreichung der gewünschten Projektergebnisse, im Auge zu behalten. Hierzu können folgende Einzelaktivitäten gehören:

  • Strukturierung: Ziele, Aufgaben, Beteiligte, Ressourcen, Termine

  • Organisation des Projektträger-Konsortiums

  • Abschätzung der verfügbaren Ressourcen (Budgetierung)

  • Strukturierung des Arbeits- und Zeitplans

  • Konzeptentwicklung (bei F&E Projektskizze)

  • Sicherung der Förderfähigkeit, Fördermittelbeantragung, Förder-Management

  • Finanzierungs-Modell, Finanzierungsmanagement

  • Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren

  • Kosten-, Zeiten-, Qualitäten-Controlling

  • Koordination der Fachplanungen

  • Koordination der Genehmigungsprozesse

  • Koordination und Überwachung der Ausführung

  • Vertrags-Management

  • lfd. Überwachung der Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit

  • lfd. Anpassung der Projektablaufplanung

  • Dokumentation

  • Monitoring

Wirtschaftlichkeit und Risiko

Zur Überprüfung der zeitlichen finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklung eines Investitionsvorhabens bzw. eines Geschäftsmodells oder Projekts setzt AHP  einen dynamischen "Vollständigen Finanzplan" (VoFi-Plan) ein. Dieser besteht aus den mehrjährigen (Investitionsnutzungsdauer oder vorgegebener Planungszeitraum) Plan-Bilanzen, Plan-GuV-Rechnungen und Finanzflussplänen (Cash-Flow-Plan), strukturiert anhand der Ergebnisse konzeptionellern Voruntersuchungen bzw. Vorplanungen und unterlegt durch die benötigten zeit-kongruenten Nebenrechnungen und anlagenspezifischen Untermodelle. Für die Durchführung der vorgesehenen Sensitivitäts- und Variationsanalysen werden die maßgeblichen Eingangsparameter sowie die nach der Kapitalwertmethode ermittelten Ergebnisparameter in einer Oberflächenmaske des VoFi-Planes zusammengefasst. Das simulations- und variationsfähige Modell wird anhand konkreter Inputdaten des Anwendungs-Geschäftsmodells und einer gemeinsam mit der Anwendergruppe (Auftraggeber und ggf. regionale Projektbeteiligte) durchgeführten Plausibilitätsprüfung inititialisiert.

Wirtschaftlichkeit und Risiko

Risikoanalyse

Zur quantitativen Ermittlung der Auswirkung von Schätz- und Prognoseungenauigkeiten künftiger Eingangs- und Rahmenparameter (z.B. Energiepreise, Basiszinssatz, Inflationsrate, Absatzvolumen etc.) auf das Ergebnis der Wirtschaftlickeitsunterschung und damit auf das Investitionsrisiko werden folgende Verfahren eingesetzt:

  • Sensitivitätsanalyse des VoFi-Planes

  • Szenarienanalyse (base case, best case, worst case)

  • Monte-Carlo-Simulation

 

Das Ergebnis besteht in einer Risikospezifikation in Form von Konfidenzintervallen der Entscheidungsparameter  oder Wahrscheinlichkeits-Perzentilen negativer Projektkapitalwerte und dem monetär bewerteten kumulierten Verlustrisiko.

Die Methode ist peer-reviewed und veröffentlicht in 
Arnold, U., Yildiz, O. Economic risk analysis of decentralized renewable energy infrastructures – a Monte Carlo Simulation approach. Renewable Energy 2015, 77, 227-239

Finanzierung und Organisation

Finanzierungs-
modelle

AHP entwickelt Finanzierungs- und Organisationsmodelle, wenn die klassischen Wege der Projektfinanzierung nicht zum gewünschten Ziel führen. Folgende Modelle wurden bisher in der Praxis erprobt:

  • PPP
    (gemischtwirtschaftliche Projekt- bzw. Betreibergesellschaft, auch mit Trennung von Besitz- und Betriebsgesellschaft)

  • Contracting

  • Konzession

  • PFI
    (private Finanzierungsinitiative aus lokalen Stakeholdern)

  • Bürgerstiftung

  • Genossenschaft

  • Verein

 

Das Organisationsmodell wird konkretisiert durch die maßgeblichen Verträge (z.B. Satzungen, Leistungsverträge). Das Finanzierungsmodell wird abgebildet über den VoFi-Plan (s.o.)